Unsere ersten eigenen Saatbomben

Ursprüngliche Idee

Die ursprüngliche Idee war es, Samen ohne jegliche Bearbeitung mithilfe von Drohnen auf den Boden zu werfen. Allerdings wurde uns schnell bewusst, dass dies aus einer Vielzahl von Gründen nicht zielführend ist. Die wichtigsten hier zu nennenden Gründe sind:

  • Sehr niedrige Keimquote
  • Mangelnder Schutz vor Fressfeinden
  • Wegtragen des Saatguts durch Wind und Wetter

Durch die niedrige Keimquote entsteht zusätzlich eine Verschwendung von wertvollem Saatgut, welches vor allem aktuell sehr begrenzt zur Verfügung steht. Saatgut kann außerdem sehr teuer sein, das haben wir wirklich unterschätzt.

Wir brauchten also eine Lösung, in der die Keimquote erhöht und der Samen vor Fressfeinden geschützt wird. Zusätzlich durfte der Preis nicht zu hoch sein, um für eine hohe Effizienz zu sorgen. Nach intensiver Recherche kamen wir zu der Saatbombe als mögliche Lösung. 

Was ist eine Saatbombe?

Eine Saatbombe ist eine Zusammensetzung aus natürlichen Inhaltsstoffen, die für den Samen wichtige Nährstoffe liefert und ihm in der Anfangszeit Schutz bietet. Die Saatbombe wirkt hierbei wie ein eigenes Ökosystem für den Samen, führt aber dazu, dass Saatgut vor der Aufbringung erst aufbereitet und verarbeitet werden muss. Zusätzliche Arbeitsschritte führen wiederum zu zusätzlichen Kosten in der Saatgutproduktion.

Das Saatgut wird aus Erde und Ton in eine Kugel geformt, mit Wasser befeuchtet und anschließend getrocknet. Natürlich werden neben den Grundbestandteilen noch andere "Zutaten" verarbeitet, auf die wir hier aber nicht näher eingehen wollen.

Durch die Saatbombe wird der Samen vor Dürre, Wild und Wetter geschützt. Nachdem die Saatbombe durch unsere Drohnen auf dem Boden platziert wurde, löst sie sich bei Regen auf und die Saat geht über in den Boden. Ähnliche Unternehmungen aus Amerika und Asien konnten durch die Nutzung von Saatbomben Keimquoten von bis zu 70 % erreichen.

Für uns war somit klar - die Saatbombe ist die perfekte Lösung.  

Herstellung

Nun ging es an die Herstellung der Saatbomben. Es ist machbar, vielleicht 1000 Saatbomben selbst herzustellen, aber wie sieht das bei 100.000 Saatbomben in der Woche aus? Natürlich deutlich schwerer, aber um schnell skalieren zu können, muss das möglich werden. Wir mussten es schaffen, einen Hersteller von Saatbomben zu finden, der über die nötige Erfahrung, aber auch über die nötigen Kapazitäten und Ressourcen verfügt. Der Hersteller muss dann passende Saatbomben in entsprechender Menge für die entsprechenden Bäume bereitstellen können.

Also machten wir uns auf die Suche nach einem passenden Hersteller, der alle unsere Ansprüche erfüllen konnte. Und wir dürfen euch sagen: Nach langer intensiver Suche konnten wir den passenden Hersteller finden und für unser Projekt begeistern. Bei unserem Partner handelt es sich um einen deutschen Hersteller mit langjähriger Erfahrung, der die Saatbomben bislang halbautomatisch und im kleinen Rahmen herstellt. Gemeinsam mit dem Drohnenprojekt und durch deine Unterstützung hat er aber das Potenzial zu wachsen und zusammen mit uns bis zu 100.000 Saatbomben pro Woche zu produzieren!

Fazit

Wir sind dem Pflanzen von Bäumen aus der Luft wieder einen Schritt näher gekommen. Das Saatgut - die Munition für unsere Drohnen - ist bereit, in Bäume und ganze Wälder verwandelt zu werden. Das Ganze wird aber nur durch deine Unterstützung Realität.

DO IT RIGHT!

 

(von Marvin Baly)