Was wir aus Krisen lernen können

Was können wir aus Krisen lernen? Und was haben J.K. Rowling, Elon Musk und Ray Dalio gemeinsam? In diesem Blogbeitrag wollen wir versuchen auf beide Fragen eine Antwort zu geben.

Die letzten Wochen haben für viele von uns neue Herausforderungen bedeutet und in einigen von uns auch große Ängste geweckt. Wie geht es beruflich für mich weiter? Wie schnell wird sich die Wirtschaft nach der Corona-Krise erholen? Kann mein Unternehmen dieser Situation standhalten?

Auf das Ergebnis dieser Fragen haben wir oft nur begrenzten Einfluss. Wie wir unsere Zeit nutzen und mit solchen Gedanken und schwierigen Zeiten umgehen, können wir aber sehr wohl beeinflussen. Von Worst Case Szenarien und hoffnungslosen Ausblicken lesen wir derzeit genug. Aus diesem Grund wollen wir uns damit beschäftigen, wie wir Krisen für uns nutzen können und warum sie auch positive Nebeneffekte haben können.

Grundsätzliches überdenken

Uns von onemate hat diese Krise beispielsweise auch sehr hart getroffen. Unsere Umsätze sind von einem Tag auf den anderen eingebrochen. Nicht verwunderlich, dass ein Startup für Reisegepäck und Reisezubehör in Zeiten, in denen Urlaub und Reisen undenkbar scheinen, seine Relevanz erst einmal verliert. Die Hilfen vom Staat haben uns zunächst aufatmen lassen. Doch wie gestaltet man ein Tagesgeschäft, wenn es praktisch keines mehr gibt? Wir hatten nun unverhofft viel Zeit, um Grundsätzliches zu überdenken, das uns in der Zukunft langfristig zu Gute kommen wird. Wir als Unternehmen haben es uns also zur Aufgabe gemacht, die momentane Krise, die für unser Geschäft quasi einen Stillstand bedeutet, für strategische Neuüberlegungen und das Analysieren und Optimieren von Strukturen und Prozessen zu nutzen. Jetzt haben wir Zeit für Dinge, die neben dem Tagesgeschäft nie möglich gewesen wären. So haben wir uns beispielsweise intensiv mit unserer Markenidentität beschäftigt und durch gemeinsame Diskussionen ist uns viel bewusster geworden, für was wir stehen und wo wir hinwollen.

Unsere Markenidentität haben wir zu Beginn unseres Startups formuliert, hatten aber nie die Zeit sie später noch einmal zu hinterfragen und anzupassen. Viele Aspekte haben sich nämlich erst in unserem Unternehmensalltag ergeben und gefestigt. Was ist uns wichtig? Wie unterscheiden wir uns von unseren Wettbewerbern und wie wollen wir das auch kommunizieren? Wie wurden wir bisher wahrgenommen? In der Analyse haben wir unser Profil schärfen können und uns sind Dinge aufgefallen, die eigentlich klar auf der Hand liegen, aber nun endlich einmal fest formuliert werden konnten. So können wir unsere Ergebnisse nun auch auf unseren Onlineshop und unsere Social Media Kanäle anpassen, um ein konsistentes Erscheinungsbild zu liefern und unseren Kunden ihre Customer Journey zu erleichtern.

Die letzten Wochen haben sich aber auch optimal dazu geeignet, um interne Strukturen und Prozesse zu optimieren und an der Teamdynamik zu arbeiten. Unser Gründer Julian hat sich hierfür vor allem mit den verschiedenen Persönlichkeitstypen beschäftigt, die wir im #TEAMONEMATE haben. Nur wenn man weiß wie der Andere tickt, kann man immer optimal auf ihn eingehen, ihn verstehen und auch Konflikte vermeiden. So konnten wir viel über unsere Teammitglieder, aber auch uns selbst, lernen.

Wir haben die Zeit also dazu genutzt zu reflektieren, Probleme überhaupt erst zu erkennen und uns (teilweise) neu zu erfinden. Unser Eindruck ist es, dass wir im Alltag selten reflektieren und unsere Situation überdenken. Viele von uns können vielleicht gerade jetzt die Zeit dafür finden. Damit wollen wir nicht sagen, dass sich auf diese Weise alle Probleme lösen lassen – in keinem Fall. So können wir aber vielleicht trotzdem die Zeit nutzen, um uns zu sortieren und einen neuen Blick auf unser Leben oder unser Unternehmen zu bekommen.

Was uns geholfen hat

  • Ziele setzen
  • Pläne machen
  • Herausfinden, was wirklich wichtig ist – egal ob im Beruf oder privat.

Um aber zu erfahren, wie wir eine Krise generell am besten meistern können, ist es wohl das Sinnvollste, sich Menschen anzusehen, die das bereits mit großem Erfolg geschafft haben. Hierfür haben wir im Team Persönlichkeiten gesammelt, die uns inspirieren, weil sie harte Zeiten hinter sich lassen konnten, um erfolgreich zu werden. Was können wir von ihnen lernen?

Joanne K. Rowling

Eine Frau, die uns besonders inspiriert, ist die Harry Potter-Autorin Joanne K. Rowling. Die britische Schriftstellerin musste in ihrem Leben bereits schwierige Zeiten meistern. Als sie an ihrem ersten Harry Potter-Buch arbeitete, war sie alleinerziehende Mutter eines kleinen Kindes und lebte von Sozialhilfe. Verlage erteilten ihr etliche Absagen für ihr Manuskript bis ein Verlag seine Meinung änderte und sich für ihr Buch entschied. Ihr Literaturagent riet J.K. Rowling aber trotzdem sich einen weiteren Job zu suchen, da man von Kinderbüchern allein nicht leben könnte. Doch nicht genug - das Buch sollte nicht einmal unter Joanne K. Rowlings vollständigem Namen erscheinen, weil der Verlag die Sorge hatte, dass Jungen keine Bücher lesen, die von Frauen geschrieben wurden. Aus diesem Grund sind auf den Harry Potter Büchern nur die Initialen J.K. zu lesen.

Von J.K. Rowling können wir lernen, dass man seine Leidenschaft nicht leichtfertig fallen lassen darf, auch wenn man gravierende Tiefschläge erfährt. Joanne hätte genauso gut nach der 10. Verlags-Absage aufgeben können. Dann wäre sie aber nie zu einer der berühmtesten Autorinnen unserer Zeit geworden und auch ihr Konto wäre wohl um einige Hundert Millionen Euro ärmer.

Elon Musk

Eine Persönlichkeit, die ein großes Vorbild für unseren Gründer Julian ist, ist der Unternehmer Elon Musk. Das Wort, das diesen Mann wohl am besten beschreibt: Visionär. Heute ist Elon Musk mehrfacher Milliardär und einer der reichsten Männer in Amerika – doch auch er hatte es nicht immer leicht in seinem Leben. Von Hänseleien in der Schule bis hin zu einem schlecht bezahlten Job, bei dem er Dreck in einem Kesselraum schaufelte sowie einem Praktikumsplatz bei der Bank, den er verloren hat, weil er die Kaffeemaschine des Chefs benutzt hatte. Und auch privat bekam der Unternehmer bereits die Schattenseiten des Lebens zu spüren: Im Urlaub starb er fast an Malaria und sein erstes Kind verlor er nach nur wenigen Wochen aufgrund von plötzlichem Kindstod. Wie konnte dieser Mann seine Tiefpunkte überwinden und so erfolgreich werden?

Mit 24 Jahren gründete Elon Musk ein Unternehmen, das Inhalte für Medienunternehmen anbietet. Die ersten drei Monate schlief und arbeitete er komplett in seinem Büro. Sein Kapital bestand quasi aus 2.000 US-Dollar, einem Auto und einem Computer. Einige Jahre später konnte er das Unternehmen dann bereits für einen hohen Millionen-Betrag an einen Computerhersteller verkaufen. Daraufhin wird Musk mit dem Onlinebezahlsystem PayPal erfolgreich, das 2002 für 1,5 Milliarden Dollar an Ebay verkauft wird.

In den folgenden Jahren war sein Berufsleben dann vor allem durch die Gründung des Raumfahrtunternehmen SpaceX und seine Beteiligung am Elektro-Fahrzeughersteller Tesla geprägt. In diese Unternehmen steckte er das gesamte Geld seiner Paypal-Erlöse. Kurios: Weil er das gesamte Geld in die Unternehmen investierte, musste er zur Bank gehen, um sich Geld für seine Wohnung zu leihen, um dort zur Miete wohnen zu können. Schließlich kommt es zur Krise für SpaceX und Tesla. Beide Unternehmen stehen kurz vor dem Bankrott. Für Tesla konnte Elon Musk nur wenige Stunden vor dem Bankrott Finanzmittel beschaffen.

An einem Punkt war es also abzusehen, dass es seine beiden Unternehmen nicht schaffen würden. Musk stand vor der Entscheidung eines der Unternehmen aufzugeben und auf das Andere zu setzen. Er ging aber das größtmögliche Risiko ein und beschloss für beide Unternehmen zu kämpfen. Niemand glaubte damals, dass die Unternehmen es schaffen würden. Heute sind SpaceX und Tesla anerkannte und erfolgreiche Unternehmen, die Musk ein Milliarden-Vermögen beschert haben. Musk selbst sagt, dass der Schlüssel für ein visionäres Unternehmen ist, dass es zusammen mit seinem Team Produkte und Dienstleistungen entwickelt, die für Menschen sinnvoll sind. Hierfür muss man sich ständig vergewissern, ob man den richtigen Weg eingeschlagen hat. Was man dabei nicht vergessen darf: Kritikfähig sein. Auch von Musk können wir lernen, dass wir nicht aufgeben dürfen und für unsere Ziele kämpfen müssen. Was außerdem wichtig ist: Harte Arbeit und sich immer weiterentwickeln – man darf nie stehen bleiben.


Ray Dalio

Der zweite Name, der direkt aus dem Mund unseres Gründers Julian geschossen kam, als es um inspirierende Persönlichkeiten ging, war Ray Dalio. Dalio ist ein Unternehmer und Hedgefond-Manager sowie Autor des Buchs „Die Prinzipien des Erfolgs“ (Englisch: Principles). Was Julian an ihm bewundert, ist seine Sichtweise auf das Leben und vor allem auch auf Krisen. Ray Dalio ist Milliardär und wie Elon Musk einer der reichsten Amerikaner. Er selbst sagt, dass er sich seine Lebensprinzipien angeeignet hat, indem er Fehler gemacht hat und sie dann reflektiert hat, um nicht dieselben Fehler wieder und wieder zu machen. Wichtig ist laut ihm Konventionen zu entkommen und immer für sich selbst zu denken. Aber nun zu seiner Geschichte und einer Krise, die für ihn der Ausgangspunkt für seinen Erfolg war.

Ray Dalio hatte eine Firma mit vier Mitarbeitern – er war im Aktienmarkt tätig und hat im Jahr 1982 alles auf eine wirtschaftliche Depression gesetzt – die allerdings nie kam. Er war damals der umstrittenen Ansicht, dass die Wirtschaft auf eine Katastrophe zusteuern würde. Im Gegensatz zu seinen Prognosen erlebte Amerikas Wirtschaft aber seine größte Wachstumsphase. In Folge dessen musste Ray Dalio seine Mitarbeiter entlassen. Dalio hatte nichts mehr und musste sich Geld von seinem Vater leihen, damit sein Unternehmen die Krise überstehen konnte. In dieser persönlichen Krise hat Ray Dalio sich seine besondere Denkweise angeeignet – die auch unserem Gründer Julian schon sehr viel weitergeholfen hat. Mittlerweile führt er seit 40 Jahren ein unglaublich erfolgreiches Unternehmen und gilt als großes Vorbild für unzählige Menschen. Seine Erfahrungen und Beobachtungen aus seinem Berufsleben hat er in einem Notizbuch aufgeschrieben und so seine Erfolgsprinzipien entwickelt. Laut Dalio können wir uns nur stetig verbessern, wenn wir radikal transparent und ehrlich, vor allem auch zu uns selbst, sind. Vielleicht können wir diese Zeit ja sogar nutzen, um unsere eigenen Prinzipien aufzustellen und einen Lerneffekt aus bereits begangenen Fehlern zu erzielen.

Wir hoffen, dass euch dieser Blogbeitrag etwas Inspiration und Motivation geben konnte. Bei unseren Beispielen handelt es sich natürlich um wirklich unglaublich erfolgreiche Personen, die bestimmt auch große Ausnahmen darstellen. Mit den Learnings aus ihrem Leben werden sich bestimmt nicht all unsere Probleme lösen lassen, aber wir hoffen, dass uns ihr Vorgehen vielleicht in einigen Lebensbereichen weiterhelfen kann und vor allem Hoffnung gibt, dass wir mit der richtigen Einstellung viele Krisen und Tiefschläge meistern können. Denn eins ist sicher: Krisen zeigen uns Missstände auf und machen uns klar, was es braucht, um in Zukunft bestehen zu können.


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