Reiseinspiration für 2020: Sevilla

Nach Hongkong stellt euch Timo seine europäische Lieblingsstadt vor: Sevilla. Hier hat Timo ein halbes Jahr lang gelebt und kennt deshalb die schönsten Ecken der Stadt besonders gut.

Sevilla ist die Hauptstadt der autonomen Region Andalusien und von einem warmen Klima geprägt. Es ist die wärmste Stadt Europas mit über 300 Sonnentagen im Jahr. In dem halben Jahr, das Timo dort verbracht hat, hat es nur vier Mal geregnet. Vor allem am Flussufer kann man in Sevilla viele schöne Stunden verbringen.

Sevilla ist deutlich geprägt von seiner arabischen Geschichte. Sogar die Kathedrale der Stadt war einmal eine Moschee, was man noch deutlich am Minarett des Gebäudes sieht. Auch beim Betrachten der Fenster und Bögen sind diese Einflüsse zu erkennen. Als die Christen Spanien übernommen haben, haben sie auch die Moschee übernommen, weiter ausgebaut und eine christliche Kathedrale daraus gemacht – Spuren aus dieser Zeit findet man an vielen Stellen der Stadt. Besonders die arabische Herkunft von Sevilla ist sehr präsent.


Sevilla hat zudem eine schöne Altstadt, die Alfalfa heißt. Dort ist auch das Bahn- und Kneipenviertel vorzufinden. Hier kann man den unvergleichlichen spanischen Lifestyle hautnah erleben. Die Andalusier sind sehr stolz auf ihr Land und ihre Herkunft und lieben Traditionen – hier gibt es auch noch Stierkämpfe (ob man diese jetzt gut oder schlecht findet, sei mal in Frage gestellt). In Sevilla ist man außerdem auch besonders stolz auf den leckeren Schinken, der dort Jamon genannt wird.

Sevilla ist besonders von den vielen Tapas-Bars geprägt, die zum Teil mehrere hundert Jahre alt sind. Es gibt außerdem sehr schöne alte Kirchen und enge Gassen. Gerade die Altstadt, die ehemals von Mauer umgeben wurde, besteht aus vielen sehr kleinen engen Gassen, die unübersichtlich sind. Aber Vorsicht: Hier kann man sich auch schnell verlaufen! Aber wenn man sich dort erst einmal etwas auskennt, macht gerade das den Charme der Stadt aus.

Auch Religion spielt in Sevilla eine sehr große Rolle, die Menschen dort sind sehr christlich. Besonders interessant war für Timo die Woche vor Ostern. In dieser Zeit fanden viele Prozessionen statt. Dann laufen Gläubige in aufwändigen Gewändern durch die Stadt. Die Gewänder sehen aus wie die vom Ku Klux Klan. Das liegt aber daran, dass sich der Ku Klux Klan seine Gewänder von dort abgeschaut hat. Besonders eindrücklich ist es, dass die Menschen in dieser Zeit nachts auch mit Fackeln umherlaufen. Man sieht also: Die Stadt ist von zahlreichen Traditionen geprägt.

Was Sevilla unverwechselbar macht, sind die schönen Bars am Flussufer. Die Menschen in Sevilla verbringen sehr viel Zeit draußen und das gesamte Stadtleben findet im Freien statt. Das liegt vor allem daran, dass es das ganze Jahr über warme Temperaturen hat. Nur im Hochsommer, wenn die Temperaturen über 40 Grad steigen, gehen die Menschen nach drinnen und die Straßen leeren sich.


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